Gemeindewochenende 2009 in Langenargen

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Zum dritten Mal hat vom 13.-14. März 2009 das Gemeindewochenende der Evangelischen Kirchengemeinde Altshausen stattgefunden.
Am Freitagabend trafen sich die interessierten Gemeindeglieder im Familien-Feriendorf in Langenargen, um gleich nach dem Abendessen in das Thema des Wochenendes einzusteigen. Gleich zu Beginn des ersten Gesprächskreises wartete Pfarrer Schneckenburger mit einer schlechten Nachricht auf: Gerhard Blessing, der große Teile des Programms vorbereitet hatte, sei erkrankt und könne nicht teilnehmen. In der Runde der TeilnehmerInnen stellten wir fest, dass die „fehlenden“ Programmpunkte nicht von uns improvisiert werden konnten und wir beschlossen, uns am folgenden Tag anhand von Texten mit dem Thema Abendmahl auseinander zu setzen.
Der Einstieg in den Abend bildete dann die Aufgabe, sich selbst als Blume zu malen. Beeindruckend war zu beobachten, wie ernsthaft die Kinder, die dabei waren, dieser Aufgabe nachgingen und ihre Kunstwerke in der Teilnehmerrunde vorstellten.
Was für schöne Blumen sie gemalt haben! Bei uns Erwachsenen wurde deutlich, dass es so manche Blume nach Ruhe, Kraft und Sonne dürstete.
Der nächste Morgen erwartete uns mit frühlingshaftem Wetter.
Nach einer Morgenandacht und einem wunderbaren Frühstücksbuffet tauschten wir uns in offener Runde über unsere persönlichen Erfahrungen mit Abendmahlsfeiern aus: sowohl solche aus den Herkunftsgemeinden, als auch aktuelle aus Altshausen.
Es stellte sich heraus, dass es innerhalb der Gemeinde Wünsche und Überlegungen gibt, den Ablauf der Abend-mahlsfeier im Gottesdienst weiterzuentwickeln.
Angesprochene Punkte waren:
- Verwendung von alkoholfreiem Wein/Traubensaft
- Einzelkelche und / oder Gemeinschaftskelch
- Begleitung der Gemeinde durch Gesang
- Bewusstsein für das Befreiende, Freudige des Abendmahls zu stärken.
Im Anschluss daran referierte Herr Schneckenburger über die Ursprünge des christlichen Abendmahls:
- es steht in der Tradition des jüdischen Abendmahls mit Dank- und Segensworten des Gastgebers und damit
- Jesu letztes Abendmahl mit Jüngern zum Passahfest
- Jesu Tischgemeinschaft mit Verachteten und Verstoßenen
- Abendmahl in den christlichen Urgemeinden nach 1. Kor 11,17-34
In Kleingruppen setzten wir uns dann mit verschiedenen theologischen Texten zum Abendmahl auseinander, die wir uns gegenseitig vorstellten.
In diesen Texten wurde immer wieder auf zwei Gedanken hingewiesen:
- im Vordergrund des Abend-mahles sollte nicht das Sterben Jesu stehen, sondern die Erinnerung an den neuen Bund den Gott durch Jesus mit den Menschen geschlossen hat
- das Abendmahl, so wie es Jesus gefeiert hat, ist ein gemeinsames Essen; das fröhliche, respektvolle Mit-einander derjenigen, die am Abendmahl teilnehmen, ist Jesus wichtig.
Nach all der Kopfarbeit sangen wir dann zum Ausgleich noch einmal das Lied, das von den Kindern zum Lied des Wochenendes gekürt wurde: „Im Lande der Knechtschaft“ (EG 604 – das Lied von der tanzenden Mirjam).
Im Anschluss an das Mittagessen lockte das herrliche Vorfrühlingswetter zu Spaziergängen entlang des See-ufers in Langenargen. Die Sonnenstrahlen hatten im-merhin Kraft genug den Solarzeppelin (einen dunklen, mit Luft gefüllten Plastikschlauch), den Herr Schneckenburger für die Kinder mitgebracht hatte, in der Schwebe zu halten.
An einem Wochenende zum Thema Abendmahl darf natürlich auch eine Feier des Abendmahles nicht fehlen: Auf dem Boden lagen verschieden farbige Tücher, auf die die Kinder Schälchen mit Ge-treidekörnern, Salz, Wasser, Hefe, Brot und Trauben stellten. Anhand von Gedanken zu diesen Zutaten wurden wir von Herrn Schneckenburger zum gemeinsamen Abendmahl geführt. Mit der Erinnerung an den neuen Bund den Gott mit uns Menschen geschlossen hat, aßen wir gemeinsam das Brot und tranken den Traubensaft.
Nach einem leckeren Abendessen kamen wir noch einmal zu einer Abschlussrunde zusammen. Wir waren uns einig, dass uns das Nachdenken über das Abendmahl bereichert hat und wir durch die gute Gemeinschaft geistig und körperlich gestärkt in die vor uns liegende Woche gehen.
Einhellige Meinung der Beteiligten war es auch, dass wir uns über das Thema Abendmahl und die möglichen Änderungen gerne mit einem größeren Kreis an Gemeindemitgliedern (also auch mit Ihnen, lieber Leser) austauschen würden!